Geschichte Mobilfunk
1918 Berlin Erste Erprobung durch eine Zugtelefonie auf der Militärbahn zwischen Berlin und Zossen.
1919 Berlin Erprobung der Zugtelefonie auf der
Privatbahn der Firma Görtz zwischen Teltow und
Lichterfelde.
1925 Berlin IFA
Vorstellung des „öffentlich
beweglichen Landverkehrs
(öbL)“ und Eröffnung der
Zug-Telefonie
als Regelleistung auf den
Fernzügen zwischen Berlin
und Hamburg. Diese Kommunikation funktionierte mit einer Gegensprechanlage. Statistisch wurden in den Jahren 1926 und 1927 ca. 40 Gespräche täglich auf der Strecke durchgeführt.
17. Juni 1946 USA
AT&T und Southwestern Bell stellen das erste
öffentliche Mobilfunksystem MTS (MOBILE
RADIOTELEPHONE SERVICE) in St. Louis
(Missouri) vor. Das System arbeitet im Semi-duplex Betrieb.
1951 Bonn
Erprobung des Funk-Fernsprechens bei der
Deutschen Bundespost.
1958 Bonn
Einführung der Funk-Telefonie (A-Netz) als Regelleistung der Deutschen Bundespost („öffentlich
beweglichen Landverkehrs (öbL)“). Damit wurden 80% der Bevölkerung der BRD versorgt. Damit war das A-Netz das größte offentliche Mobilfunknetz der Welt. Ein Endgerät des Netzes wog stolze 16kg. Der Frequenzbereich lag bei 150 MHz. Die maximale Teilnehmerzahl wurde im Jahr 1971 mit 11.000 Nutzern erreicht. Das A-Netz wurde bis 1977 betrieben.
1972 Bonn
Einführung der Autotelefonnetzes (B-Netz) der Deutschen Bundespost (Selbstwähldienst) in Vorbereitung der Olympischen Spiele in München. Mit dem Netz wurden 90% der Bundesbürger der BRD versorgt. Wie auch das A-Netz, sendete das B-Netz im Frequenzbereich von 150 MHz. Die maximale Teilnehmerzahl des Netzes wurde mit 27.000 Usern im Jahre 1985 erreicht. Das B-Netz wurde bis 1994 betrieben und anschließend abgeschaltet.
1981 Skandinavien
Einführung des Nordic Mobile Telephone (NMT450, später auch NMT900) in den skandinavischen Ländern. (Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Island) Nach der politischen Wende 1990 wurde das System in die meisten osteuropäischen Länder exportiert.
1986 Bonn
Einführung der Mobilfunknetzes (C-Netz) der Deutschen Bundespost (Selbstwähldienst & Soft-Handover). Das Netz bot eine Versorgung von 99,9% der alten BRD, und weit über 90% der Bundesrepublik Deutschland nach 1990. Die maximale Teilnehmerzahl war offiziell auf 800.000 beschränkt. Durch die Halbierung des Frequenzrasters wurden im Jahr 1992 aber mehr als eine Million Teilnehmer ermöglicht.Der Frequenzbereich des C-Netzes lag bei 450 MHz. Im Jahr 2001 wurde das Netz abgeschaltet.
1. Juli 1992 Bonn/Darmstadt/Münster/Düsseldorf
Die damalige Deutsche Bundespost (heute T-Mobile) und Mannesmann Mobilfunk (heute Vodafone) eröffneten die ersten digitalen Mobilfunknetze. Die sogenannten D1 und D2 Netze basierten auf dem neuen GSM-Standard. Die Netze versorgten über 96% Deutschlands. Jedes der beiden Netze schafften im Maximum 27 Millionen Teilnehmer. GSM funktioniert in den Frequenzbereichen 900 und 1800 MHz. Im Jahr 2009 werden diese GSM Netze ebenso abgeschaltet.
1994 Düsseldorf
e-plus eröffnete 1995 das 3. digitalen Mobilfunknetzes (E1) nach dem GSM-Standard. Wie auch die anderen beiden Netze beträgt die Versorgung mehr als 96% der Fläche Deutschlands. Die Teilnehmerzahl des E1 Netzes beträgt um die 10 Millionen Nutzer. Der Frequenzbereich des Netzes beträgt 1800 MHz und die Nutzungslizenzen laufen im Jahre 2012 aus.
1996 München
Eröffnung des 4. digitalen Mobilfunknetzes (E2) nach dem GSM-Standard durch Viag-Intercom (heute O2). Das Netz nutzt das nationale Roaming von T-Mobile und hat daher ebenso eine Versorgung von mehr als 96% Deutschlands. 7,5 Millionen Teilnehmer nutzen das Netz, welches ebenso im Frequenzbereich von 1800 MHz funkt. Die Lizenzen für das Netz laufen nach 18 Jahren im Jahr 2014 aus.
2002 Europa
Alle Netzbetreiber führen GPRS (General Packet Radio Service) nach dem GSM-Standard ein. GPRS ermöglicht moderate Datenübertragung. (vergleichbar analogem Festnetzanschluß). Somit ist ein Internetzugriff über das Mobilfunkgerät möglich. GPRS gilt als Zwischenlösung vor der Einführung von UMTS.
2004 CEBIT Hannover
Einführung von UMTS (Universal Mobile Telecommunications Services) nach dem ITU/3GPP-Standard in Deutschland durch
die 6 lizenzierten Netzbetreiber (e-plus, Mobilcom, O2, Quam, T-Mobile, Vodafone). Ziel der Einführung ist eine schnelle Datenübertragung vergleichbar mit dem digitalen Festnetzanschluß. Anfangs nutzte UMTS W-CDMA (Wideband– Code Division Multiple Access). Mittlerweile wurde TD-CDMA (Time Duplex – Code Division Multiple Access) mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Application) eingeführt.
Dadurch ist ein voller Internet Access möglich. Die Lizenzen der Anbieter laufen bis in das Jahr 2020.
2005 Deutschland
Mobilcom und Quam verlieren ihre Lizenzen, da sie den Anforderungen nicht gerecht geworden sind.